Informationen für Boostedt zum Coronavirus!


Ministerpräsident Daniel Günther: „Beschluss setzt vieles von dem um, was wir uns vorgenommen haben“


Noch länger, noch härter – Lockdown bis 14. Februar 

Kay Müller

KIEL/BERLIN Der Gesprächsbedarf war groß:

Bis in den späten Abend hinein haben gestern die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Verlängerung des Lockdowns verhandelt. Nach stundenlangen Beratungen stand dann fest: Vorerst bis 14. Februar bleiben Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Restaurants und Hotels sowie viele Geschäfte geschlossen. Auch die Kontaktbeschränkungen sollen weiter gelten: Angehörige eines Haushalts dürfen sich nur mit einer weiteren Person treffen. „Es ist hart“, sagte die Kanzlerin – das sei aber nötig, um auch die neue Mutation in den Griff zu bekommen.
Dazu haben sich die Regierungschefs auf weitere Verschärfungen der Corona-Regeln verständigt. So soll die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr ausgeweitet werden. Wie die Kanzlerin nach Ende der Sitzung sagte, müssen im Einzelhandel und in Bussen und Bahnen nicht mehr Mund-Nasen-Schutz aus Stoff, sondern sogenannte Operationsmasken oder FFP2-Masken getragen werden.
Außerdem muss allen Arbeitnehmern, bei denen das geht, bis 15. März die Arbeit aus dem Homeoffice ermöglicht werden. In Ländern, in denen sich über sieben Tage lang mehr als 200 Menschen pro 100 000 Einwohner mit dem Virus angesteckt haben, sollen die Regierungen umfassende Maßnahmen erlassen können. Darunter können Ausgangssperren fallen – müssen es aber nicht. Ziel sei es, die Zahlen auf unter 50 zu bringen, so die Kanzlerin.
Auch die Kitas und Schulen bleiben weiter geschlossen. „Das ist aber der erste Bereich, den wir wieder öffnen werden“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). „Der Beschluss setzt vieles von dem um, was wir uns vorgenommen haben.“ Er hatte auf einen Stufenplan für mögliche Lockerungen gedrängt – abhängig von der Inzidenzzahl. In Schleswig-Holstein lag die gestern bei 87,3 pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Laut den Vereinbarungen der Regierungschefs soll eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe bis 14. Februar ein Konzept für eine Öffnungsstrategie erarbeiten.
Oppositionsführer Ralf Stegner (SPD) unterstützte die Entscheidung, erneuerte aber seine Forderung nach einer Corona-Ampel. Über die wird heute der Landtag debattieren.



Weitere Informationen werden auf der Homepage der Gemeindeverwaltung bekannt gegeben! 

Kontaktdaten und wichtige Telefonnummern befinden sich ganz unten auf dieser Seite.

 



 

Wer Hilfe benötigt, kann sich in den sozialen Medien an die „Nachbarschaftshilfe Jeder für jeden Boostedt steht zueinander“ wenden oder an Bianka Fürstenwerth, Tel. 01 72/ 6 69 30 86 und Kirsten Fandrey, Tel. 0 43 93/97 28 32 oder per E-Mail an: Kirsten.fandrey@t-online.de sowie an Petra Pohl unter Tel. 01 51/ 16 81 82 41.

 

 

Auch nach Corona geht es weiter!

 

Die Nachbarschaftshilfe soll in Boostedt auch nach Corona beibehalten werden. Kleine Reparaturen, Behördengänge oder Begleitung zum Arzt sind nur einige Dinge, die angeboten werden.

 

Unsere Mitglieder helfen gerne. Federführend sind Bianka Mathiak-Fürstenwerth, Rainer Reiter und Christian Dollowski.

Einkaufen und reden: Boostedter helfen Ihren Mitbürgern

 


Boostedt Vergangenen Sonntag hatten sich die Boostedter Gemeindevertreter zu einer Sondersitzung mit Vertretern des Bauhofes, der Feuerwehr, der Schule und Kita getroffen, um über das aktuelle Vorgehen mit der Infektionsgefahr durch das Coronavirus zu sprechen. Ein wichtiges Thema war auch der Umgang mit den älteren Bürgern, die zur Risikogruppe gehören. Abstand ist momentan ein Ausdruck von Fürsorge, dieser Appell von Angela Merkel sollte dabei berücksichtigt werden. ,,Ich werde in der Nachbarschaft unter gebührender Abstandhaltung meine Hilfe anbieten“, sagte Bianka Fürstenwerth und ergänzte: ,,Wenn das viele Menschen machen würden, ist die Last für den Einzelnen nicht so groß.“

So entstand am Dienstag ihre Idee zur Gründung der Nachbarschaftshilfe in den sozialen Medien. Damit traf sie auf eine immense Hilfsbereitschaft, bereits 88 Mitglieder halten sich für einen Einsatz bereit. ,,Ich finde das super, was Frau Fürstenwerth da angeschoben hat, und unterstütze sie zu 100 Prozent“, zeigte sich Boostedts Bürgermeister Hartmut König angetan von ihrer Idee.

 

Wer also zur eigenen Sicherheit für Besorgungen nicht mehr aus dem Haus gehen möchte, kann sich an die Nachbarschaftshilfe wenden und bekommt dann eine Kontaktperson vermittelt, die unbürokratisch hilft, indem sie zum Beispiel Einkäufe oder andere unabwendbare Tätigkeiten in der Öffentlichkeit erledigt. Dabei werde der Sicherheitsabstand eingehalten.

 

,,Anrufen darf aber auch, wer sich einsam fühlt und einfach mal reden möchte“, so Fürstenwerth. Anfragen gab es schon, zum Beispiel von einer Bürgerin, die ihre demenzkranke Mutter bei sich aufgenommen habe.

 

Auch Ilse Luy (79) und ihr Ehemann Hans (83) nehmen den ehrenamtlichen Service bereits in Anspruch. ,,Viele Menschen unterschätzen das Risiko, wir freuen uns sehr über das Angebot“, so Ilse Luy. Die Töchter wohnen in Niedersachsen und in Bayern und könnten damit vor Ort nicht unterstützen. Das Wichtigste sei für ihren Mann gewesen, dass er schnell eine neue Uhren-Batterie bekommt.