Brandaktuell für Boostedt

                Spielplatz Neen Kamp bleibt!



      Seit 2 Jahren stehen 100.000€ für die         Sanierung aller Spielplätze bereit um sie  sicher und attraktiv zu gestalten.



BOOSTEDT 

Der Spielplatz zwischen Neen Kamp und Krützkamp in Boostedt bleibt ein Spielplatz und wird kein Bauland.

von 24. März 2021, 11:32 Uhr 

 

Einmütig votierten CDU, SPD und UWB auf der Gemeindevertretersitzung am Montag dafür. Im Vorfeld hatte es Uneinigkeit gegeben, wie verfahren werden soll. Die Gemeinde hätte auch Interesse gehabt, den etwa 800 Quadratmeter großen Spielplatz zu Bauland zu machen. Das hätte deswegen gut gepasst, weil Familie Prömel plant, neben dem Spielplatz einen etwa 6000 Quadratmeter großen Streifen ihrer Landwirtschaft „Prömelland“ zu Bauland machen. Der Spielplatz wäre nicht weggefallen, sondern dann vom Neen Kamp an die Bahnlinie verlegt worden. 

 

Wird der Spielplatz zu Bauland?

Die Fraktionen hatten sich vor der Gemeindevertretersitzung mit dem Bürgermeister getroffen: Die CDU war für die Umwandlung in Bauland, SPD und UWB dagegen. Wie Bürgermeister Hartmut König berichtete, hätten sich viele Anlieger gemeldet und sich für den Bestand des Spielplatzes eingesetzt. Die CDU hätte sich mit ihrer Mehrheit im Gemeinderat durchsetzen können, sich dann aber auch für den Erhalt ausgesprochen. Die CDUFraktionsvorsitzende Kathrin Sawade sprach von einem „salomonischen Ergebnis“. Der Spielplatz am Neen Kamp, ausgestattet mit Wippe, Schaukel, einem Rutsch- und Klettergerüst sowie einer Torwand, wird also bleiben und soll auch aufgewertet werden. 

BOOSTEDT

Soll der Spielplatz am Neen Kamp Bauland werden?

Die Boostedter Fraktionen können sich bisher nicht einigen, ob der Spielplatz am

Neen Kamp bleiben soll oder versetzt wird.

 

von Susanne Otto 20. März 2021, 09:00 Uhr BOOSTEDT 

 

Boostedt braucht neues Bauland.

Familie Prömel möchte am Krützkamp bauen, mindestens fünf Grundstücke sind vorgesehen. Die Gemeinde steht hinter dem Projekt, doch eine Frage wird seit Wochen diskutiert: Was passiert mit dem Spielplatz zwischen dem Neen Kamp und dem Krützkamp? Dadurch kommt das Projekt nicht voran. „Für uns ist es egal, ob der Spielplatz dort bleibt oder nicht. Wir machen beides mit“, sagt Jan Prömel, der in Hamburg ein Architekturbüro hat. Seine Eltern Felicitas und Waldemar Prömel wollen einen etwa 6000 Quadratmeter großen Streifen ihrer Landwirtschaft „Prömelland“ zu Bauland machen. 

Fünf bis sieben Grundstücke könnten entstehen, der Knick dort soll dafür 30 Meter versetzt werden. Neben dem Knick liegt der etwa 800 Quadratmeter große Spielplatz am Neen Kamp, ausgestattet mit Wippe, Schaukel, einem Rutsch- und Klettergerüst sowie einer Torwand. Der Spielplatz könnte auch zu Bauland werden. „Die Gemeinde würde die beiden Bauplätze dann verkaufen“, sagt Boostedts Bürgermeister Hartmut König (CDU).

Gemeinde und Familie Prömel könnten dann gemeinsam die Zuwegung zu den neuen Grundstücken bauen. Architekt Prömel meint, das mache auch städtebaulich Sinn. Die Prömels würden als Ersatz für den Spielplatz am Neen Kamp kostenlos Land für einen neuen Spielplatz zur Verfügung stellen, wenn die Straße gemeinsam erstellt würde. 

 

Der Knick, der am Spielplatz entlang verläuft, ist gerade auf den Stock gesetzt worden. Er soll um 30 Meter versetzt werden. Darüber, was mit dem Spielplatz passieren soll, sind die Fraktionen uneins. Im Bauausschuss war abgestimmt worden, ob der Spielplatz Bauland wird. Es gab ein Patt, das bedeutet: Eine Verlegung des Platzes wird abgelehnt.

Das sagen die Fraktionen

CDU:

Nach Auffassung der CDU kann der Spielplatz auch woanders hin. „Er sollte in diesem Areal bleiben, und der Investor will uns den Platz dafür schenken“, meint Kathrin Sawade. Seit Dienstag ist sie die neue CDU Fraktionsvorsitzende. Wolfgang Brückner hat den Posten aus privaten Gründen abgegeben.

Kathrin Sawade erklärt weiter: „Von dem Erlös aus dem Verkauf der Baugrundstücke auf dem jetzigen Spielplatz sollen 50.000 Euro für alle Boostedter Spielplätze zurückgelegt werden.“ Angedacht ist eine Geräte Rotation zwischen den Plätzen, damit die Spielplätze immer wieder interessant für die Kinder sind.

 

SPD:

Die SPD möchte grundsätzlich an dem Spielplatz am Neen Kamp festhalten. „Er soll erhalten bleiben und auch von denen genutzt werden, die dann am Krützkamp neu hinzuziehen“, sagt SPD-Fraktionschef Heino Christophersen.

 

UWB:

Die UWB ist der Meinung, dass der Spielplatz dort bleiben soll, wo er ist, und führt drei Hauptargumente an. „Der neue Platz wäre viel kleiner. Er würde direkt an der Bahnlinie liegen, das ist zu gefährlich. Und der neue Platz ist nicht einsehbar“, begründet Fraktionschef Peter Windisch die Haltung der UWB.

 

Die Entscheidung, was mit dem Spielplatz geschieht, soll am Montag, 22. März, auf der Sitzung der Gemeindevertretung gefällt werden. Sie findet ab 20 Uhr im „Hof Lübbe“, Dorfring 32, statt.

Vorab wollen nochmals die Fraktionen beraten.

Familie Prömel ist es gleich, was mit dem Spielplatz passiert, doch sollte der Spielplatz verlegt werden, haben die Prömels diesen Wunsch: „Wir finden es gut, wenn das Geld, das die Gemeinde mit den Grundstücken vom Spielplatz am Neen Kamp verdient, wieder in Spielplätze und in die Kinder- und Jugendarbeit in Boostedt fließt.“

 




Unsere Anträge dazu:

Betreff:  Eilantrag auf demokratisches Abstimmungsverhalten für den Beschluss des

TOP 10 der Gemeindevertretersitzung vom 22.03.2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister König,

wie bereits hinlänglich bekannt, wurde seinerzeit die Umsetzung des objektbezogenen B – Planes Nr. 48 in der Bahnhofsstraße, landläufig auch zwischenzeitlich „Manhattan“ genannt, weil Herr Haase an der Abstimmung als befangen nicht teilnehmen durfte und weil der Fraktionsvorsitzende, Heino Christophersen, bei der Abstimmung in der GV vom 14.09.2020 den Saal aus demokra-tischen (?) Beweggründen verließ und so nicht teilgenommen hatte, obwohl die SPD – Fraktion in Gänze gegen den Beschluss gestimmt hat.

Abstimmungsergebnis in der GV:  8 dafür (CDU) und 7 dagegen (SPD, UWB und FWB)

So wurde der B – Plan als „genehmigt“ mit Ach und Krach durchbracht, und zwar nur deshalb, weil in dem Bau – und Konversionsausschuss vom 31.08.2020 unter TOP 4 dieser B – Plan bereits mit einem Abstimmungsverhältnis von 4 dafür (CDU) und 3 dagegen (SPD und UWB) knapp durchgewunken wurde. Allein die Tatsache, dass in dem Fachausschuss die Abstimmung mit 4 : 3 für den B – Plan, trotz vieler Bedenken, erfolgte wurde von der SPD als notwendig angesehen, das Ergebnis in der Gemeindevertretung nicht durch ein Patt zu Fall zu bringen, das durch das Fehlen von Herrn Haase sicher zustande gekommen wäre. „Demokratisch“ nahm der Fraktionsvorsitzende der SPD (?) trotz erheblicher Bedenken durch Abwesenheit an der Abstimmung nicht teil.

Ergebnis – siehe oben.

 

Der gleiche Fall ist hier bei der Spielplatzfrage im Neen Kamp ebenfalls jetzt eingetreten, ganz genau so. Während bereits in der Bau – und Konversionsausschusssitzung vom 26. 10.2020 unter TOP 5 über den B – Plan Nr. 49 beraten wurde, zu der Zeit noch mit nur 5 Baugrundstücken, Ausgleichsfläche für Bepflanzung und nachweislich ohne Spielplatz (weil ja bereits vorhanden) wurde uns Ausschussmitgliedern danach in der Bau – und Konversionsausschusssitzung vom 22.02.2021 ein erweiterter B – Plan im Krützkamp mit 7 Baugrundstücken, ohne Ausgleichsbepflanzung und  einem versteckten Kinderspielplatz zur Abstimmung serviert.

Dabei ging es bei der Beratung des TOP 8 ganz und gar nicht um den B - Plan 49, egal, ob 5 oder 7 Baugrundstücke, sondern ausschließlich nur darum: Soll der bestehende Spielplatz im Neen Kamp bestehen bleiben oder nicht?

Das Abstimmungs-  Ergebnis ist bekannt: 

3 dafür (CDU) 3 dagegen (SPD und UWB und 1 Enthaltung (CDU)

 

Das nennt man demokratisches Verhalten!

In der interfraktionellen Sitzung am Montag, d. 22.03.2021, wer-

de ich das Thema noch einmal auf den Beratungstisch bringen

und erwarte in dem Gespräch und dann als Vorbereitung für die

Beratung am Abend in der folgenden Gemeindevertretersitzung

ebenfalls genau dieselbe demokratische Haltung wie sie bereits von Herrn Christophersen in dem Fall B – Plan 48 trotz strikter negativer Haltung und Ablehnung zu der Bebauung bewiesen hat.

 

Der Grund war für Herrn Christophersen einzig und allein, dass er die Abstimmung im Fachausschuss seinerzeit nicht durch einen Patt zu Fall bringen wollte, Dazu kann man als Demokrat stehen wie man will. Er hat es aber getan und so den Beschluss des Bau – und Konversionsausschusses trotz allgemeiner Ablehnung gestützt.

Jetzt gibt es ebenfalls einen Beschluss im Fachausschuss, der durch den Patt ganz eindeutig belegt, dass der Spielplatz im Neen Kamp eben Spielplatz bleiben soll – basta. Haargenau dieselbe Situation wie bei dem „Manhattan“ – Beschluss.

 

Ich stelle deshalb namens der UWB – Fraktion den Eilantrag, damit diese demokratischen Überlegungen genau wie seinerzeit auch für dieses Beratungsthema diesmal von der CDU - Fraktion an den Tag gelegt werden. Demokratie ist eben keine Einbahnstraße.

Auf den Spielplatz in dem geplanten B – Planbereich Nr. 49 kann dann absolut verzichtet werden. Vielleicht sind dann ja 8 anstatt 7 Baugrundstücke aus dem Gelände zu machen (?) Zumindest wäre der jetzt vorhandene Spielplatz im Neen Kamp für die Anlieger besser einseh – und kontrollierbar und dadurch sicherer für unsere Kleinen. Neugestaltet werden muss der Platz ohnehin kräftig, wenn er denn von unseren Kindern und Enkeln angenommen werden soll.

Wenn wir als Gemeinde die Spielplätze in unserer Gemeinde nur über den Verkauf von Spielplatzflächen finanzieren können, dann ist hier in unseren Überlegungen etwas aus dem Ruder gelaufen. Übrigens möchte ein Anlieger direkt an dem Spielplatz einen Streifen Land kaufen, darüber könnte man ja reden. Das würde vielleicht schon das nötige Kleingeld erbringen, um den vorh. Spielplatz endlich auf Vordermann zu bringen, den Rest sponsert der Investor vielleicht aus einem Teil des Gewinns des zu Bauland gewordenen Ackers und der dann ersparten Kosten für den neuen schlechter gelegenen Kinderspielplatz.

Dann hätten alle etwas davon.

 

Mit freundlichen Grüßen

 Peter Windisch

 

Fraktionsvorsitzender UWB