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Ja zur „Manhattan-Bebauung“

In Boostedt setzen CDU und SPD den Vertrag zum Projekt mit 33 Wohneinheiten in fünf Gebäuden durch.

 

Von Alexandra Bury 29. Dezember 2020, 14:42 Uhr

 

Die geplanten Wohnungen auf den Grundstücken an der Bahnhofstraße 6 bis 10 dürfen gebaut werden. Die Boostedter Gemeindevertretung hat den Vertrag zum Bebauungsplan Nr.48 für das Gebiet zwischen den Straßen Bei der Kirche und Dannbarg mehrheitlich mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen.

Dagegen sprachen sich die UWB und die FWB aus.

 

Abstimmungsverhältnisse ausgeglichen

 

Weil Gemeindevertreter Gernot Haase (CDU) befangen war, verließ er die Beratung und Beschlussfassung. Daraufhin erklärte der SPD-Fraktionssprecher Heino Christophersen, dass seine Fraktion ebenfalls bei der Abstimmung auf eine Person verzichten wolle. Die Abstimmungsverhältnisse im Fachausschuss sollten auch in der Gemeindevertretung abgebildet und nicht durch Zufallsmehrheiten verändert werden, erklärte er weiter und verließ die Sitzung für die Abstimmung.

Der Bebauungsplan ist umstritten und sorgte schon in der Gemeindevertreter-Sitzung im September für hitzige Diskussionen. (Anm. Red.: mehr dazu unter "Mitreden")

Er wird von Kritikern wegen der hohen Verdichtung als „Manhattan-Bebauung“ bezeichnet.

Die Befürworter hingegen begrüßen die Schaffung von Wohnraum für unterschiedliches Klientel.

Es geht um 33 Wohneinheiten in fünf Gebäuden.

Neu sind zwei Änderungen

Neu aufgenommen wurden jetzt zwei Änderungen. Zum einen sind die Bauantragsunterlagen der Gemeinde vier Wochen vor der Bauantragstellung zur Verfügung zu stellen. 



Unser Leserbrief dazu!

 

Artikel vom 30.12.2020 „Ja zur „Manhattan – Bebauung“

 

Schon längere Zeit beschäftigt das leidige Bauplanungsthema in der Bahnhofstraße in Boostedt die Gemüter der Boostedter Bürger und kein vernünftiger Mensch versteht noch, wie Wohnkultur, angeblicher sozialer Wohnungsbau und menschliche Gier in Einklang gebracht kann, und dass unser schöner Ort nicht mit noch mehr Bausünden auf lange Sicht verschandelt wird.

 

Jetzt zeigt die Boostedter SPD ihr wahres Gesicht und entlarvt sich mit ihrer Abstimmungstaktik einmal wieder selbst. Wie bereits in dem Baugebiet „Stückenredder“ seinerzeit durch die Beihilfe bei der Abstimmung die SPD mit dafür gesorgt hatte, dass ein Gemeindevertreter der CDU 10 Baugrundstücke (!) in der „Grundstücks -Verlosung“ kaufen und gewinnträchtig bebauen konnte, so hat sich jetzt die SPD erneut als Steigbügelhalter eines Bebauungsdeals betätigt.

Das Schlimme an dieser jetzt mit einem kleinen Trick der sogenannten „Mehrheits – Aufrechterhaltung“ mit Mehrheit durch die Beihilfe der SPD genehmigte Bausünde ist ja noch nicht einmal die Bauhöhe, die ja sogar von Herrn Brückner selbst mit dem Entfall der beiden Staffelgeschosse im vorderen Grundstücksbereich zur Bahnhofstraße noch niedriger gestaltet werden soll, weil er wohl selbst gemerkt hat, dass die Bauabsicht über jedes Boostedter (Wahl-) Ziel hinausschießt. Das Schlimme ist die wahnsinnige Baudichte und (Über-) Nutzung der Grundstücke mit einer Grundflächenzahl von bis zu 0,80, was einer Bebauung und Versiegelung des Baugrundstückes in einer Größenordnung von 80% gleichkommt. Wer soll sich denn diese pompöse und überteuerte Bauweise überhaupt leisten können?

Eine allein erziehende Mutter mit drei Kindern?

Was wäre denn geschehen, wenn die Gemeindevertretung durch die eine SPD - Stimme diese Bebauung, die ja nun wirklich die meisten Bürger nicht wollen, abgelehnt hätte? Nichts weiter, als dass die Bauplanung hätte überarbeitet werden müssen, um dann bei besserer und aufgelockerter Planung eine neue Mehrheit zu finden, der dann vielleicht alle zustimmen könnten.

Es mag ja sogar sein, dass diese überzogene Bauabsicht in allen Punkten dem Baurecht gerade noch so entspricht, sie passt aber eben nicht zu unserer Dorfstruktur. Ich weiß gar nicht, wie das Kreisbauamt Segeberg so etwas überhaupt genehmigen kann, wenn es denn überhaupt genehmigt wird. Kein anderer Bauherr wird jemals eine solche enge Bebauung hier in Boostedt genehmigt bekommen, es sei denn, er gehört der CDU an. Schlimm ist weiter, dass diese enge und hohe Bebauung maßgebend für weitere Grundstücke sein wird, sodass weitere Investoren, die auch das schnelle Geld wollen, geradezu ermuntert werden, weitere Grundstücke in ähnlicher Form zu bebauen und damit weiter versuchen, unser schönes Dorf zu einem neuen „Manhattan“ umzubilden. Links und rechts in der Bahnhofstraße ist ja noch viel Platz. Im ehemaligen „Anno – Bereich“ wird ja schon kräftig in ähnlicher Form gebaut. Die SPD in Boostedt muss sich von den Boostedter Bürgerinnen und Bürgern aber vor allem von Ihren noch verbliebenen Wählern die Frage gefallen lassen: „Ist es nicht reinste Heuchelei, vielleicht Kalkül (?), wenn man zwar als SPD mit 4 Gemeindevertretern dagegen stimmt, aber gleichzeitig durch Ab-stimmungstricks seiner eigenen Meinung und vor allem der Wählermeinung total widerspricht?“

Die SPD hätte eine solche fatale und leider zukunftsweisende Bebauung in Boostedt verhindern können.

So werden wir die Bahnhofstraße und unser schönes Dorf in ein paar Jahren nicht wieder erkennen – leider.

 

Mit freundlichen Grüßen

Peter Windisch